AWO-Stadtbezirk S/W

Der Stadtbezirk Südwest-Weststadt der Arbeiterwohlfahrt Karlsruhe e.V. unterhält und betreibt die öffentliche Begegnungsstätte "Irma Zöller" in der Klauprechtstraße 30, in 76137 Karlsruhe seit 1982. Unsere Begegnungsstätte steht (fast) allen offen. In Unserer Begegnungsstätte treffen sich verschiedene Gruppen, entweder um hier - in der Begegnungsstätte - ihr Gruppenleben zu gestalten, oder sie treffen sich informativ, oder: Sie veranstalten Treffen usw.

Die sich kontinuierlich treffenden Gruppen haben verschiedene Namen, über die sich auf die jeweiligen Prämissen der Gruppen schließen lässt. Es sind dies die "Runter vom Sofa", die "Türkischen Pensionisten", die "Boule & Bar" und die KunstWohlfahrt.

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

+4972182489829 (AB)

 

Runter vom Sofa - eine Gruppenbezeichnung, die wohlgewählt ist. Wohlgewählt von den Mitgliedern dieser Gruppe, die sonst gerne als "Seniorinnen und Senioren" bezeichnet werden. Da die älteren Besucherinnen und Besucher nicht in diese passive Schublade stecken lassen wollten, sondern aktiv ihre soziale Freizeit gestalten, wurde der Name "Runter vom Sofa" gewählt.

Rückfragen an: Sabine Krutina-Pfeiffer

 

Die KunstWohlfahrt als Projekt des Stadtbezirks

Die Kultur ist Programm der KunstWohlfahrt, denn hier wird allerlei Kunst gezeigt, Musik gespielt und vorgelesen; wir fördern und präsentieren, veranstalten und verköstigen ohne kommerziellen Hintergrund: Die KunstWohlfahrt lebt im Quartier und ist kosmopolitisch. Bisher eröffneten wir ca. fünfzig Kunst-Ausstellungen in der KW. Mindestens ebenso viele musikalische Darbietungen, Lesungen oder Filmvorführungen fanden bei uns statt. Der AWO Kreisverband Karlsruhe-Stadt, dessen Mitglied wir, der Stadtbezirk Südwest - Weststadt, sind, hat sich auch die Förderung kultureller Belange zu eigen gemacht. Diesem Zweck ist die KunstWohlfahrt verpflichtet. Sprechen Sie uns an, wenn Sie etwas präsentieren wollen!

 

Aktuelles aus den Abteilungen

KunstWohlfahrt, 10.10.2021

Die Frauen mit den grünen Augen - Lesung von Georg Felsberg am 17.12.21 um 19.00 Uhr

Fällt leider aus - bitte merken Sie sich den Freitag, den 16.12.22 vor!!!

 

Wir freuen uns Georg Felsberg zu unserer traditionellen "Weihnachts-Lesung" begrüßen zu dürfen...

Gebetshöhlen, Göttinnen und Gurus

und vom kleinen Vogel Tittiba, der nachts auf dem Rücken schläft, mit offenen Augen und nach oben gerichteten Füßen, weil er glaubt, der Himmel könnte plötzlich über ihm einstürzen.  Aufgeschrien und vorgelesen von Georg Felsberg

Mit vielen Bildern

Merkwürdige Geschichten: Der Dschinn in der Ringmauer könnte eine Spitzkopfnatter sein, olivgrün mit schwarzer Zunge und blauem Rand. Die schönen Frauen mit den grünen Augen tanzen, singen, schwingen ein wenig ihre Hüften und zeigen ihre langen Hälse mit goldenen Ohrgehängen. Sie gehören zu den Bhopas, die Schmerzen lindern können mit Balladen, die von mutigen Göttern erzählen und tapferen Löwenmenschen. Der krumme Sadhu hebt feierlich die Arme und beschwört mit vibrierenden schwirrenden Tönen den Strom Brahmaputra, den Allesschöpfer und Alleszerstörer. Der krumme Sadhu ist, wie ein alter Baum, tief in den Boden eingewachsen. Niemand kann ihn forttragen...

Heiter-komische und nachdenkliche Geschichten, aufgelesen und beobachtet auf dem indischen Subkontinent. 

 Hier eine Kostprobe:

Das Wunder

Die kräftigen Händchen des kleinen Jungen umklammern ein buntes Plastiktelefon, so fest, als könnte ihm jemand sein Lieblingsspielzeug wegnehmen. Wenn er das billige Ding aufklappt und eine Nummer drückt, jault es laut auf und spielt mit quäkender Computerstimme irgendeine Nachricht ab. Der kreischende Singsang entzückt das Kind und leider auch die anderen Mitreisenden im Sammeltaxi von Karu nach Tikse im oberen Tal des Indus. Sie finden das Spiel amüsant und bitten immer wieder um einen neuen Anruf. Das Kind lässt es jaulen, bis das Telefon zu Boden fällt, ein Leuchtlämpchen abbricht und sich die Schnur des Telefons zwischen den Füßen der Fahrgäste verheddert. Leute steigen aus, Leute steigen ein.

Die Mutter des Knaben repariert geduldig, was hineingedrückt oder herausgezogen werden muss. Jetzt blinkt das Gerät wieder, jault und kreischt. Am nächsten Halt verlassen fast alle Mitreisenden den Wagen. Jetzt sitzt nur noch die Mutter dort auf der Bank, das Kind ihr gegenüber am offenen Fenster.

Es hält sein quäkendes Ding mit einem Arm in den Fahrtwind hinaus. Die Mutter findet, das sei gefährlich. Einer der vorüberrasenden Wagen könnte mit seinem Außenspiegel dagegen stoßen. Aber das Kind will den Arm nicht zurückziehen. Es mault und verzieht das Gesicht. Als die Mutter jetzt ernsthaft böse wird, beugt das Kind rasch den Arm und wirft mit Schwung das Spielzeugtelefon aus dem Fenster. Die Mutter hat gerade zu mir herübergesehen mit einem Blick, als wolle sie sich für den ungezogenen Jungen entschuldigen. Da brüllt das Kind laut auf. Ein Wutausbruch folgt dem nächsten. „Wo ist mein Telefon“, heult es auf, „mein Telefon ist rausgeflogen.“ Die Mutter nimmt den strampelnden Knaben auf ihren Schoß und versucht ihn mit vielen Küssen und gutem Zureden zu beruhigen. Ein Drama. Eine Tragödie. Das Telefon ist für immer verloren. Wie schön.

Was das Kind nicht bemerkt hat und die Mutter nicht sehen konnte: Das bunte Telefon ist nicht auf die Straße gefallen, sondern nur gegen den Rahmen der Tür geprallt und dann im Wageninneren zwischen Tür und Sitz gerutscht. Endlich jault es nicht mehr. Ich lehne mich zurück.

Bis zum nächsten Halt kann sich der Knabe leider nicht beruhigen, er schnieft und jammert. Jetzt steigen vier Frauen zu uns in den Wagen, ich muss mich deshalb auf den Platz setzen, auf dem eben noch das Kind saß. Als die Heularie immer noch nicht endet, taste ich vorsichtig mit der Linken nach dem Telefon. Ich muss dabei eine der Tasten berührt haben. Plötzlich jault ein schriller Ton auf, dann plappert die Computerstimme los. Das Kind erstarrt mitten in seiner zappelnden Bewegung. Es erkennt sofort: Das ist mein Spielzeug!  Ungläubig starrt es mich an. Mir bleibt nichts anderes übrig, als das Telefon herauszuziehen und es mit einem kleinen gequälten Lächeln dem Kind zu reichen. Das lacht glücklich und bald hat es wieder alle schrecklichen Töne ausprobiert. Die Mutter aber sieht mich mit weit geöffneten Augen an, legt ihre Hände mit einer Geste der Ehrerbietung vor ihrem Gesicht aneinander und verbeugt sich vor mir. Zum Glück muss ich jetzt aussteigen.

Was wird die Mutter den Frauen auf der Weiterfahrt über mich erzählen? Dass ich ein Wundermann sei, der verlorene Dinge aus der Luft zurückzaubern kann, nur um ihren geliebten Sohn zu trösten? Was werden die Familien dieser Frauen über mich denken, wenn sie vom Fremden hören und seinen wunderbar-magischen Kräften? Was erzählen sich einmal alle zwischen Tikse und Karu, über mich, den Guru, der vielleicht noch ganz andere, größere Wunder vollbringen könnte? Wer weiß? 

Georg Felsberg

Runter vom Sofa, 28.05.2021

Endlich ist es soweit, es können wieder Pläne gemacht werden!

Endlich ist es soweit, es können wieder Pläne gemacht werden!

 

Liebe Mitglieder unseres AWO Stadtbezirkes,

 natürlich wird vieles noch nicht wieder in der Form möglich sein, wie in Vor-Corona Zeiten, aber vielleicht gibt es ja schon im Laufe des Sommers noch mehr Erleichterungen, wenn die Infektionszahlen weiter sinken.

 Für die Begegnungsstätte Irma Zöller gilt vorerst, wie in anderen öffentlichen Einrichtungen:

 Die Teilnehmer*innen von allen Veranstaltungen müssen entweder vollständig geimpft

sein (Datum der 2. Impfung plus 2 Wochen) oder den Nachweis einer überstandenen Corona Infektion vorweisen.

Eine Ausnahme gilt für den Singkreis:

Dort können im Moment ausschließlich vollständig Geimpfte teilnehmen.

 

 

Herzliche Grüße

Klaus Lustig       &       Sabine Krutina-Pfeiffer

Vorsitzender               Bundesfreiwilligendienstleistende

 

AWO-Stadtbezirk S/W, 16.05.2021

Renovierung

Begegnungsstätte Irma Zöller mit neuem Anstrich

Einer der - wirklich sehr wenigen - Vorteile der Coronapandemie ist, dass manche Projekte etwas leichter durchführbar sind, weil sie nicht um einen laufenden Betrieb herum organisiert werden müssen.

In der Begegnungsstätte Irma Zöller in der Südweststadt waren schon seit einigen Jahren keine Verschönerungsarbeiten mehr vorgenommen worden, auch der Anstrich der Eingangstür hatte eine Erneuerung dringend nötig.

Für diese Arbeiten bot sich jetzt die Gelegenheit. Möglich gemacht wurde das unter anderem durch die tatkräftige Unterstützung von Carmen Gilles, unserer Verbandssekretärin und natürlich durch den AWO Kreisverband Karlsruhe-Stadt.

Ausgeführt wurden die Arbeiten von der Malergruppe des Arbeitsprojekts der AWO. Das Arbeitsprojekt hatte schon die Grundrenovierung unserer Räume vor ca. 15 Jahren ausgeführt. Flink und exakt, leise und perfekt strichen, schleiften, spachtelten die Helfer um Manfred… Anschließend wurde auch das kleinste Staubkorn weggesaugt und alles wieder in den gleichen Zustand versetzt, wie zuvor. Großes Lob dafür vom Stadtbezirk Südwest-Weststadt!

Und nun können in den frisch hergerichteten Räumen hoffentlich schon bald wieder Treffen der türkischen Pensionisten, der Gruppe „Runter vom Sofa“, Vernissagen und andere Veranstaltungen stattfinden. Wir freuen uns darauf.

Unsere Planung – abhängig der Umstände, Verordnungen und der Situation – sieht die Wiedereröffnung und Weiterführung unseres Gruppenprogramms ab dem Freitag, 11.Juni 2021 vor. Wir wechseln den Gruppentreff „Runter vom Sofa“ und die Chorproben vom angestammten Donnerstag zum Freitag. Fast alle unserer älteren Besucher*innen sind bereits vollständig geimpft. Unser gut ausgearbeitetes Hygiene und Infektionsvermeidungskonzept (u.a. Luca) ist geprobt und kann jederzeit angewendet werden.

 

Maria Güde/Klaus Lustig

Fotos: Klaus Lustig